Kohlenhydrate
Kohlenhydrate sind der Energielieferant des Körpers. Sie setzen sich aus Bausteinen zusammen die aus Zuckern bestehen. Unterschieden wird zwischen langkettigen Kohlenhydraten die nicht süß schmecken wie z.B. Stärke und kurzkettigen Kohlenhydrate wie Traubenzucker die alle süß schmecken. Die kurzkettigen haben im Allgemeinen einen hohen glykämischen Index und die langkettigen einen niedrigen.
Isomaltulose
Isomaltulose ist ein Kohlenhydrat, das ähnlich wie Saccharose zur Familie der Zweifachzucker gehört. Es wird ausschließlich aus natürlichem Rübenzucker gewonnen und hat optimierte Eigenschaften, die dazu führen, dass der Glykämische Index gegenüber Traubenzucker – bei gleicher Energielieferung – wesentlich geringer ist. Beim Verzehr von reinem Traubenzucker ergibt sich für den Sportler nach anfänglich guter Leistung ein rascher Leistungsabfall – es kommt zum sogenannten Hungerast und daher zu schneller Erschöpfung. Um dies zu verhindern, ist es notwendig, Kohlenhydrate mit geringem Glykämischen Index zu sich zu nehmen. Isomaltulose wird mit einem Glykämischen Index von 32 nur halb so schnell ins Blut geleitet wie Zucker und beugt damit einem Leistungsabfall vor. Als Folge ergibt sich mehr Ausdauer und Leistungsstabilität. Der Sportler braucht also nicht nur einfach Kohlenhydrate, sondern eine ausgewählte Kombination von schnell, mittelfristig und langfristig verfügbaren Kohlenhydraten.
Was kann Isomaltulose noch?
Isomaltulose hilft dem Körper, die Fettreserven zu mobilisieren. Fett ist eine fast unerschöpfliche Energiequelle, weshalb jeder Sportler daran interessiert ist, Energie aus Fett zu verbrennen. 1g Fett liefert mehr als doppelt so viel Energie wie 1g Kohlenhydrate – allerdings gibt der Körper fett ungern her – lieber bezieht er Energie aus Kohlenhydraten oder Eiweiß.
Eine alte Sportlerweisheit hilft zu verstehen, was getan werden muss um Fett zu mobilisieren: Fett verbrennen in der Flamme der Kohlenhydrate! Um dem Körper Energie zuzuführen benötigt man Insulin. Insulin öffnet sozusagen die Zelle. Ist auf Grund ausreichender Kohlenhydratzufuhr der Insulinspiegel im Blut hoch, werden überwiegend Kohlenhydrate verbrannt. Ist keine Energie in Form von Kohlenhydraten und somit auch kein Insulin vorhanden, greift der Körper die Eiweißreserven an. Um Fett zu verbrennen ist ein Kompromiss in Form eines relativ niedrigen, gleichbleibenden Insulinspiegels notwendig. Dieser kann nur durch Nahrungsaufnahme von lang verfügbaren Kohlenhydraten erreicht werden – wie Isomaltulose.
Glykämischer Index
Der Glykämische Index ist ein Maß für die Insulinreaktion auf bestimmte Lebensmittel. Nach dem Genuss von Lebensmitteln mit einem hohen GI schnellt der Blutzuckerspiegel in die Höhe. Der Grund: Lebensmittel mit einem hohen GI enthalten kurzkettige Kohlenhydrate, die sehr schnell ins Blut gelangen. Dies geschieht, weil der Körper kurzkettige Kohlenhydrate nicht selbst zerlegen muss und sie somit leicht verdauen kann. Um den Blutzuckerspiegel im Normalbereich zu halten, schüttet die Bauchspeicheldrüse Insulin ins Blut. Das Insulin bewirkt, dass der Zucker in der Muskulatur verbrannt wird – was gut ist, weil der Muskel Energie bekommt und arbeiten kann. Ist die Energie im Muskel aufgebraucht, fällt der Blutzuckerspiegel drastisch ab. Auch dem Gehirn geht der notwendige Zucker aus und wir bekommen Hunger, werden müde und energielos. Nehmen wir wieder kurzkettige Kohlenhydrate zu uns geht das Spiel von vorne los. Mit langkettigen Kohlenhydraten passiert das nicht, weil unser Körper sie selbst zerlegen muss bevor sie ins Blut gelangen. Dazu benötigt er Zeit und gibt immer nur die Menge an Zuckern ins Blut ab, die er bereits bearbeitet hat. Damit bleibt der Insulinspiegel konstanter und die Energie bleibt länger verfügbar.
Hoher GI: >70
Mittlerer GI: 40-70
Niedriger GI: <40